Wer sich als Kunde Angebote für den Einbau von Fenstern einholt, sollte
keinesfalls den Fehler begehen und nur die Endpreise vergleichen. Der Teufel
(...und die versteckten notwendigen Gewinne) steckt im Detail der Beschreibung.
Wärend z.B. Kunststoffenster technisch vergleichbar sind, so sind Sie im Bereich
der Montageleistungen natürlich auf die Ehrlichkeit des Handwerkers angewiesen.
Als Fachhandwerker ist jeder Betrieb verpflichtet, seine Leistungen
nach "Stand der Technik" zu erbringen. Sie als Nicht-Fachmann müßen sich darauf
verlassen können, dass der von Ihnen engagierte Fachbetrieb immer auf dem
neuesten Wissensstand ist, denn schließlich ist er der Profi. Alle Betriebe
die Fenster einbauen sollten daher mit den Begriffen "RAL-Montage" und "EnEV"
nicht nur etwas anfangen können, sondern sind verpflichtet sich an diesen
Stand der Technik zu halten.
Kaum ein Markt unserer Tätigkeitsfelder ist preislich so hart umkämpft, wie
der Fenstermarkt. Dies treibt die konkurierenden Handwerker oft dazu den
vermeintlich schlechten Preis auf unlautere Art zu kompensieren. Bei der Montage
nach Stand der Technik kommen spezielle Dichtbänder und Montagematerial sowie
ein Arbeitsmehraufwand zur üblichen Montage hinzu. Hierfür muß man ganz reell
ca. 6,50 €/lfm Blendrahmen an Zuschlag kalkulieren. Hochgerechnet auf ein
Einfamilienhaus kommen schnell 130 Meter x 6,50 € = 845 € zusammen. Oftmals
genau die Differenz vom "vermeintlich" günstigsten Anbieter zum
Nächstgelegenen.
Sicherlich ist mit dem Begriff RAL-Montage meistens ein Fenstereinbau gemäß
den Ausführungsbeispielen des "Leitfaden zur Montage" des RAL-Güteausschußes
gemeint, bzw. eine Einbausituation die aussen dauerhaft und schlagregendicht und
innen luftdicht nach dem Prinzip innen dichter als aussen ausgeführt
wird.
Die Fensterabdichtung nach dem Stand der Technik umfasst drei
Abdichtungsebenen:
- Die äußere Abdichtungsebene muss schlagregendicht und dampfdiffusionsoffen
ausgeführt werden.
- Die mittlere Abdichtungsebene dient der Schall- und Wärmedämmung.
- Die innere Abdichtungsebene muß luftdicht und dampfdiffusionsdichter sein
als die äußere Abdichtung.
Was passiert bei Montagen nach herkömmlicher Art ?
- Einbau noch bis vor 5 Jahren: Acryldichtstoff Außen -
Montageschaum - Acryldichtstoff Innen.
- Abriß der Verfugungen und des Schaumes durch thermisch bedingte Bewegungen
der Fenster und des Baukörpers.
- Dadurch verschiebung des Taupunktes in den Innenbereich = Schimmelbildung
innen.
- Bauschäden sind also Vorprogrammiert.
Ein Fensterbaubetrieb, muß also gemäß des Leitfadens des RAL
anbieten und die Arbeiten durchführen.
Dauerhaft muß die Abdichtung in jedem Fall sein, egal ob RAL ausdrücklich
vereinbart wurde oder nicht. Das Risiko bei der Verarbeitung ungeprüfter
Produkte oder wieder besseren Wissens, liegt beim Verarbeiter.
Beispiel: Fenstereinbau nach RAL

Gerne beraten wir Sie persönlich zu
diesem wichtigen Thema !