Dieses Projekt ist ein Paradebeispiel dafür, was entstehen kann wenn wir
planerisch und monetär halbwegs "freie Hand" haben. Der nachfolgende Umbau,
ist im vorderen Trakt unserer Geschäftsimmobilie durchgeführt worden. Bei diesem
ehemaligen "Unternehmer Wohnhaus" aus dem Jahr 1928, wurde seit eben dieser
Zeit nichts saniert. Das hatte den Vorteil, das man keine Kompromisse eingehen
musste. Fakt ist, das eine Wohnung dieser Größe im Neubau durchaus einen
vergleichbaren Preis hat, wie die hier entstandenen Umbaukosten. Allerdings bei
weitem nicht in dieser Güte! Vom "Flair" dieser Wohnung mal ganz abgesehen.
Natürlich müssen auch bei einer Kernsanierung hier und da Kompromisse
eingegangen werden. Mit Sinn und Verstand geplant, sind diese aber nicht als
solche zu erkennen. Da es sich hier um den eigengenutzten Wohnraum der Familie
Kupka handelt, musste hier auch nicht auf das Thema "Gewährleistung im Handwerk"
geachtet werden. So konnte der Traum (... in "Schöner Wohnen" immer nur zu
sehen, aber nie real durchgeführt) vom Parkettboden in allen Räumen, ja auch
in Bad und Küche, endlich einmal Realität werden. Als Schreiner weiß man
ja, worauf zu achten ist und wo die Risiken liegen. Den "Wert" dieses Umbaues,
beziffern wir mit etwa 150.000 €, wobei hier einiges an Eigenleistungen steckt.
Auch sind fast alle gezeigten Möblierungen privat finanziert und somit
nicht in dieser Summe enthalten. Sie soll Ihnen auch nur als "Idee" dienen,
was sowas vielleicht für Ihr eigenes Projekt kosten könnte.
Umfang der Arbeiten:
- Grundinstandsetzung der Dacheindeckung und Kehlbleche
- Obere Spitzboden-Ebene komplett gedämmt und vorbereitet für weiteren
Ausbau
- Kernsanierung der Haupt-Wohnung im DG mit ca. 133 m².
- Spitzboden bietet nach End-Ausbau nochmals ca. 60 m² Fläche
- Grundversorgung Heizung/Wasser/Abwasser komplett erneuert
- Bauvolumen ca. 150.000 €
Gewerke unter unserer Regie:
- Sämtliche Gewerke inklusive aller Planungen sowie Möbel
Die nachfolgenden Bilder zeigen Ihnen den Bauverlauf in halbwegs
chronologischer Reihenfolge. So können Sie selbst sehen, wie aus diesem seit
1928 nicht mehr veränderten Ort, ein Wohnraum der Sonderklasse geschaffen wurde.
Sämtliche Details wurden nach Wunsch des Eigentümers von selbigem geplant
und ausgeführt und sind teilweise so nicht bei Privatkunden realisierbar. Hier
spricht die Haftungsfrage dagegen, der wir als Fachbetrieb nicht entgehen können
(...selbst bei schriftlichem Haftungsverzicht). Auch wurden Gewerke eigenständig
durchgeführt, die wir normalerweise nicht offiziell ausführen. Beispielsweise
alle Malerarbeiten, Echt-Stuckleisten oder Vorinstalationen der Elektrik.
Teil 1: Der Ursprungszustand
Zur Erklärung vorab sei gesagt, das der alte Grundriß in keiner Weise
heutigen Anforderungen entsprach. So gab es sogar ein
"Dienstmädchen-Zimmer", welches einen gesonderten Zugang hatte. Weiterhin
ein außerhalb der Wohnung liegendes WC für besagtes Dienstmädchen. All dies
wurde entsprechend umfunktioniert, teilweise mit erheblichem Aufwand. Der
Grundriß entspricht nun allen Anforderungen an zeitgemäßes Wohnen und bietet nun
großzügigen Wohnraum mit der Option zur Erweiterung im Spitzbodenbereich.
Grundriß der alten Wohnung
Grundriß der neuen Wohnung

Alter Zugangsbereich

Blick ins Dienstmädchen-Zimmer

Blick ins ehemalige Esszimmer

Blick ins ehemalige Wohnzimmer

Blick ins ehemalige Schlafzimmer

Blick ins ehemalige Kinderzimmer

Blick ins ehemalige Bad

Blick in die ehemalige Küche

Ehemaliger Aufgang zum Spitzboden

Ehemaliger Erker im Spitzboden

Ansicht Sirenenfuß und Kaltdach

Teil 2: Die Umbaumaßnahmen
Dach und Gauben blieben wie sie waren. Das Dach sowie diverse Ablaufbleche
wurden Instandgesetzt, damit kein Wasser eindringen kann. Dinge wie
Antennenanlage oder gar die riesige Luftschutz-Sirene wurden abgebaut, da diese
nicht mehr benötigt und somit nur unnötiges Schadenspotential bedeutet hatte.
Seit den 80-er Jahren war die Sirene nicht mehr notwendig, da Einsatzkräfte
via Mobilfunk benachrichtigt werden. Im Luftschutzfall wäre es heute sowieso
egal ob da noch was auf dem Dach "hupt". Verstecken lohnt sich da nicht
mehr.
Demontage der Luftschutz-Sirene

Demontagen: Statische Änderungen und Durchbrüche

Statische Abfangung überhalb der Ausbaustelle

Einbringen der Hinterlüftungslattungen

Erweiterung der Dachtiefe wegen 180mm Dämmung

Fertige Dämmung (noch ohne Dampfbremse)

Diverse Änderungen der Türlöcher

Fenstereinbau (Schallschutz) und Erkerauskleidung

Einziehen neuer Innenwände im Trockenbauverfahren

Neue Innenwand im Wohnzimmer

Neue Kehlbleche und Instandsetzung Dachhaut

Flurbereich nach dem Ausreißen unnötiger Teile

Fenstereinbau (Schallschutz) und Erkerauskleidung

Fenstereinbau (Schallschutz) und Erkerauskleidung

Dämmung Brüstung im Wohnzimmer (Fenster noch Alt)

Einbau aller Dachfenster VELUX

Trockenbauarbeiten im Wohnzimmer

Fenstereinbau (Schallschutz) Trockenbau im
Wohnzimmer

Grundinstalationen Elektro + Netzwerk

Halbschalenwand Schlafzimmer

Fertig gedämmte und beplankte Wände in der Ankleide

Einbindung der Duschkabine um Bestandsbalken

Fertig verkleidetes Dachfenster im Bad

Wandverkleidungen im Bad

Arbeitszimmer fast fertig Verkleidet

Deckenabkofferung im Arbeitszimmer

Fertige Abkofferung im Arbeitszimmer

Küchenwand und Dachschräge

Küche soweit fertig samt neuem verlegtem Blindboden

Küche künftiger Tresen mit Heizkörpernische

Arbeitszimmer soweit fertig Verkleidet

Flurbereich Rohverkleidung abgeschloßen

Hauswirtschaftsraum fertig Verkleidet

Wohnzimmer fertig Verkleidet

Wohnzimmer Fensterfront fertig Verkleidet

Bad - Grundinstalation WC und Urinal

Bad - Grundinstalation Duschtasse und Kabine

Bad - Vorinstalation Badewannennische

Einbau der Duschtasse und der Badewanne

Badewanne mit Grundgestell von uns

Flurbereich Einbau von Echt-Stuckleisten

Detailansicht Echtstuck-Leisten

Putz- und Malerarbeiten im Flurbereich

... so sieht das dann fertig aus

Wohnzimmer ebenfalls mit Echtstuck-Leisten

Einbau der HUGA Türelemente Classic Serie

Teil 3: Der fertige Umbau
Nach einigen tausend Arbeitsstunden und noch viel mehr tausend Euro an
Finanzmitteln für durchweg hochwertiges Material, präsentiert sich die
Dachgeschoßwohnung in ihrem neuen Design. Der Stil des späten Jugendstiles / Art
Deco, wurde größtenteils beibehalten. Der Kontrast zwischen edlen und feinen
Wänden und Decken und dem durchaus gewollt groben Parkettboden (Amadeus
Landhausdielen, handgehobelt, geräuchert, geölt), ist mehr als gelungen. Trotz
bestmöglichem handwerklichen und qualitativen Ausbau, ist der vorhandene
"Grundstock" nach wie vor ein Haus das nun schon über 80 Jahre alt ist. Somit
bewegt es sich, knarrt hier und da ein wenig und ist nicht perfekt winklig. Dies
gibt jedoch genau diesen gewissen Flair, welcher dem Stil der Wohnung nur gut
tut. Alle Details an Material und Leistungen hier auf zu führen, würde den
Rahmen diese Seiten sprengen. Wir haben versucht uns auf das wichtigste zu
Beschränken um Ihnen einen Eindruck der "Möglichkeiten" zu vermitteln.
Ansicht des Flurbereiches

Türelemente der Sonderklasse

JADO Türbeschläge im passenden Design

Telefonschrank mit Spiegel im Flurbereich

Oberfläche: Senosan Hochglanz Weiß

Produktion und Einbau der neuen Spitzbodentreppe

Massiv Eiche, grau gebeizt und geölt

Schlafzimmer mit Ziersteinwand als
"Bettkopfteil"

Detailansicht der Ziersteinwand

Detail Türen/Sockel/Basenklotz im Stil der 20-er
Jahre

Echt-Stuckleisten perfekt ausgeführt

Bad: Wanne und eingearbeitetes Regal mit
Ziersteinen

Bad: Utensilienschrank in Senosan ausgeführt

Bad: Hochwertige Armaturen im Stil der Zeit

Bad: Wanneneinlauf-Armaturen

Bad: Fertiger Duschbereich mit Duschpaneel

Bad: WC/Urinal sogar mit TV

Wohnzimmer: Perfekte Proportionen, angenehme Farben

Esstisch-Ensemble im Wohnzimmer

Einbauküche in Senosan mit Siemens Geräten

Einbauküche aus eigener Planung

SMEG Design-Gaskochmulde

Spülbereich der Küche

Spitzboden vorbereitet für weiteren Ausbau bei
Bedarf

Spitzboden-Wärmedämmung perfekt ausgeführt

Gaube des Spitzbodens im fertigen Zustand

Wie zu schon gesagt, ist es auch heute noch möglich und
finanziell machbar, eine Sanierung in dieser Güte zu
realisieren. Im "Schwabenland" leider sehr gängig ist das Wort
"Einsparung" noch vor dem Wort "Investition" zu sagen. Zierstäbe an Türen?
Basenklötze an Türen? JADO Beschläge?.... brauchen wir nicht... sparen wir
ein. Letztenendes kommt es darauf an, eben diese Details zu beachten und
darin zu investieren. Nur so kommt am Ende auch ein Umbau dieser Art
heraus. Ebenfalls wichtig ist es, einen Betrieb ihres Vertrauens zu wählen, der
den Umbau von der Planung/Konzeption bis zur letzten Schraube in seiner Hand
hat. Voraussetzung sind natürlich auch entsprechende Finanzmittel. Übrigends
lohnt sich ein Einbruch bei Familie Kupka nicht, da alle freien Mittel in
Möblierung und Ausstattung geflossen sind. Nun ja... tausende Euro Guthaben auf
einem Sparbuch sind ja "beruhigend", aber ein Cappuchino aus einem
Siemens-Vollautomaten ist gelebte Lebensqualität!
Wir beraten Sie gerne unverbindlich zu Ihrem
Dachausbau-Projekt !